Judo: Bezirksliga Männer: 2. Kampftag – Debütanten Ball in Ibbenbüren

12°C, ein grauer Himmel, Dauerregen und der frische Herbstwind, der jedem an diesem tristen Samstag um die Ohren wehte. Zweifelsfrei war es kein Wetter, das man sich wünschen würde, wenn man könnte. Zum Glück findet Judo in der Halle statt.

Am 2. Kampftag der Bezirksliga Münster mussten wir nach Ibbenbüren reisen. Treffen war um 13:30 Uhr in Reken, ab in die Autos und los auf die knapp 100km gen Norden. 11 Kämpfer umfasste die Mannschaft des JCVR an diesem Tag, alle Gewichtsklassen konnten besetzt werden, ein Vorteil zum ersten Kampftag in Bocholt, dort mussten wir die Klasse bis 81kg leider unbesetzt lassen.

Den ersten Sieg hatten wir bereits vor der Abfahrt einfahren können. Früh morgens hat uns die Nachricht erreicht, dass die Mannschaft von DJK Adler Bottrop heute nicht antritt. Trotz des damit verbundenen 10:0 Siegs war die Meinung im Team vom JCVR eindeutig. Den Sieg nehmen wir gerne mit, aber alle hätten ihn sich lieber erkämpft als geschenkt zu bekommen.

Da die zweite Mannschaft von Ibbenbüren auch alle Gewichtsklassen besetzt hatten, waren zumindest 10 Kämpfe an diesem Tag möglich.

Noch schnell ab über die Waage. Auch wenn der ein oder andere gerne eins, zwei Kilo weniger gehabt hätte, wurde jeder in seiner Gewichtsklasse eingewogen. Nach einer kurzen, intensiven Aufwärmphase starteten auch schon die Kämpfe. Die Begegnung zwischen unseren Männern und der Mannschaft von Ibbenbüren II war ein hin und her.

Begonnen wurde mit der Gewichtsklasse +90kg, Urs Gondrum konnten seinen Kampf für den JCVR leider nicht gewinnen – 0:1

In der Klasse -90kg ließ Jannik Wüst seinem Gegenüber keine Chance – 1:1

-66kg, da diese Klasse am ersten Kampftag weder von unseren Gegnern aus Bocholt und Gelsenkirchen besetzt war, kam Nils Owsianny zu seinem echten Ligadebüt. Fazit, den Gegner im Stand dominiert und den Kampf im Boden leider verloren – 1:2

Ein weiterer Debütant war Lukas Hemsing. Nach Waza-ari Rückstand, schaffte er kurz vor Schluss nicht nur den Ausgleich, sondern holte sich wenig später den ganzen Punkt, IPPON – 2:2

-81kg ging Arne Thiel auf die Matte. Es war auch sein Debüt für die Mannschaft, leider konnte er seinen Kampf nicht gewinnen – 2:3

Zur Rückrunde wurde die Mannschaft fast komplett getauscht. +90kg Maik Storcks, -90kg Alexander Cösfelt Dipl. Painologe Gottheil, -66kg Linus Risthaus, -73kg Nick Warnshuis und -81kg Arne Thiel.

Maik kämpfte tapfer im Stand und im Boden, aber nach einer Kombination aus Haltegriffen und Hebeln musste er sich geschlagen geben – 2:4

Cösfelt hatte sich am ersten Kampftag beeindruckt gezeigt von den Ura Nage Aktionen der Gelsenkirchener und wollte diese heute selber ausprobieren. Das Ganze ging im wahrsten Sinne des Wortes leider völlig nach hinten los. Er legte sich aufs Kreuz und seinen Gegner auf sich drauf. Gut diese Aktion keine Wertung des Kampfrichters nach sich zog. Im Boden zeigte er dann wieder seine ganze Klasse und gewann mit einem Streckhebel – 3:4.

Linus komplettierte mit seinem ersten Kampf in der Liga den Debütanten Ball am heutigen Tag. Der Kampf ging leider verloren und Linus verletzte sich leicht, dazu später mehr – 3:5.

Nick machte im nächsten Kampf kurzen Prozess und gewann nach wenigen Sekunden – 4:5

Arne durfte als einzige Kämpfer heute ein zweites Mal antreten. Der letzte Kampf ging verloren und die Begegnung endete 4:6 für Ibbenbüren.

Dennoch war es eine gute Leistung der kompletten Mannschaft. Der JCVR verbesserte sich in der Tabelle um einen Platz und ist jetzt vierter. Am 12. November geht es nach Lüdinghausen um weitere Punkte zu sammeln und zwei Wochen drauf steht schon der Finale Kampftag in Reken an.

Linus wurde zwischenzeitlich vom Roten Kreuz ins nahe gelegene Krankenhaus gebracht um eine schlimmere Verletzung auszuschließen. Die Mannschaft versammelte sich geschlossen auf dem Krankenhausparkplatz um ihn im Anschluss an röntgen und Co. wieder einzusammeln. 

Da das Getränkefahrzeug Verspätung hatte, wurde anstatt unserer Kehlen nur unsere Haarpracht angefeuchtet. Linus konnte das Krankenhaus wenig später auch wieder verlassen, nichts kaputt.

Bei Pommes und Burger wurden die verlorenen Kalorien schnell wieder aufgefüllt. Das Versorgungsfahrzeug hatte mittlerweile auch den Weg zu uns gefunden, somit sollte einer feucht fröhlichen Heimfahrt nichts im Wege stehen.

Die Musik im Radio, der sanft prasselnde Regen auf der Windschutzscheibe und die langsam einsetzende Dämmerung, gepaart mit dem vollen Bäuchen hatte jedoch den Effekt, dass die Heimfahrt genutzt wurde um neue Kraft zu tanken für den nächsten Kampftag.


U.W.