Ferienlager auf der Burg Altena

Am langen Fronleichnams Wochenende hat der Judo-Club Velen-Reken e.V. Quartier auf der Burg
Altena im Sauerland bezogen. Alle Reisewilligen Vereinsmitglieder ab 8 Jahren waren eingeladen
mitzufahren.
Das Abenteuer begann für die 24 Teilnehmer und 9 Betreuer bereits am Donnerstag. Nach
mühevollem Aufstieg, mit schwerem Gepäck, zur Burg, haben die Mitfahrer Ihre Zimmer bezogen.
Die Mädchen und Jungen hatten jeweils einen großen Schlafsaal. Am ersten Tag wurde die
Umgebung der Burg gründlich in Augenschein genommen. Nach dem Abendessen konnte bei bestem
Wetter noch bis tief in der Nacht auf dem Burgplatz gespielt werden.
Nach einer kurzen Nacht hieß es um 8:00 Uhr frühstücken, um Kräfte für einen anstrengenden Tag zu
sammeln. Die Burg wurde in den Morgenstunden verlassen um den benachbarten Berg zu
erklimmen. Oben auf dem Berg befand sich ein Sportplatz, auf dem unterschiedlichen Wettstreite
ausgetragen wurden. Der kürzeste Weg zum Gipfel, führte über einen Trampelfahrt durch dichten
dunkeln Wald. Der Aufstieg war schon die erste Sporteinheit des Tages. Anschließend lieferten sich
die Kinder in zahlreichen Duellen und abwechselnden Spielen spannende Wettkämpfe.
Auch der Abstieg vom Berg war nochmal eine Herausforderung. Damit wir vollzählig das Tal
erreichen, wurden alle Kinder und Betreuer angeleint, um sich Gegenseitig zu unterstützen. Am
Nachmittag stand Regeneration im Vordergrund. Einige nutzen die Zeit, um unter die kalte Dusche zu
springen, andere hatten allem Anschein nach eine Duschwasser Allergie und nutzen die Zeit anders
um abzukühlen. Am Nachmittag verließen wir noch einmal gemeinsam die Burg und gingen zum Fuß
des Berges. Unten angekommen gingen wir in den Berg und stiegen in den Erlebnisaufzug ein. Dieser
brachte uns wieder direkt in den Burghof.
Die Zeit bis zum Abendessen wurden mit unterschiedlichen Spielen überbrückt. Nach dem Essen hat
Choreograph Nils und DJ Jannik noch eine Tanz-Aktion angeboten. Als die Nacht näher rückten
erschienen immer mehr mysteriöse Gestalten im Dorf: Hexen, Zauberer, Werwölfe und Co. Alle
Lagerbesucher freuten sich über den Besuch und sie spielten zusammen bis tief in die Nacht.
Am Samstag wurde, bei frisch gebrühten Kaffee auf der Burg, und herrlichem Blick über die Region,
der Plan für den Tag geschmiedet. Es hießt der angedrohten Hitze zu entkommen. Nach dem
Frühstück gingen wir den benachbarten Wald, um den Schatz des Waldgeistes „Hullmann“ zu finden.
In drei Gruppen eingeteilt kämpften sich die Abenteurer durch den Wald. Es mussten viele Rätsel
gelöst und Herausforderungen gemeistert werden. Für erfolgreich gemeisterte Rätsel gab es
Koordinaten Schnipsel, die richtig zusammengesetzt werden mussten. Unter einem roten X fanden
sie schließlich auch der Schatz. Er war mehr wert als jedes Gold der Welt – es war Kuchen.
Später ging es dann in mehreren Kleingruppen durch die Burg Altena. Hinter den alten, dicken
Mauern war es angenehm kühl. Hier gab es viel zu erforschen und zu bestaunen: Die erste
Jugendherberge der Welt, von vor über 100 Jahren, alte, nach Westen ausgerichtete Karten auf
denen auch Rekum und Velum eingezeichnet waren, Herkunft von Sprichwörtern und, und, und.
Leider hatten die Kinder nur wenig Interesse und noch weniger Geduld sich alles in Ruhe anzusehen
und wir rasten teilweise durch die Ausstellung. Spannend wurde es nochmal als man selber in die
Rolle des Ritters schlüpfen konnte und zum Schwert noch ein Kettenhemd und Helm anziehen durfte.
Aber das vermeintlich größte Highlight für die Kinder war die letzte Station der Ausstellung – der
Museumsshop. Dieser wurde gefühlt leer gekauft. Jeder hat sich mit Souvenirs eingedeckt und für die
Familie noch viele Geschenke gekauft.
Zum Abendessen hat sich die Jugendherbergsleitung noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Es
konnte wie im Mittelalter, ohne Besteck, gespeist werden. Hähnchenschenkel, Kartoffeln und
Rohkost wurde mit den Fingern gefuttert. Alle hatten sichtlich Spaß die Tischetikette einmal außer
Acht lassen zu dürfen.
Auch nach dem Abendessen zeigte das Thermometer noch knapp 30°C an. Für eine weitere
Abkühlung sorge dann eine große Wasserschlacht im Burghof. Es wurde bei warmen Temperaturen
wieder bis tief in die Nacht gezaubert und gespielt.
Am Sonntag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Die Sachen wurden gepackt und die
Zimmer geräumt. Wir verewigten uns aber vorher noch mit einem riesigen Wappen auf dem Burghof.
Müde aber glücklich waren wir am frühen Nachmittag wieder zu Hause. Nach insgesamt sehr
positiven Eindrücken, möchten wir auch im nächsten Jahr wieder vereisen. Wohin es genau geht
steht noch nicht fest, aber die Planungen für ein Lager 2023 laufen bereits auf Hochtouren.

Hier findet ihr die Fotos: https://w-hs.sciebo.de/s/puON2KVXD73Y0i0